Erinnern wir uns - es geht um diese beiden:

Und es geht darum, wie man für weniger Leistung mehr Geld kassieren kann.
Der oben links abgebildete Panasonic-miniDV-Camcorder NV-GS320EG-S besticht durch eine exzellente Bildqualität (was mittlerweile - siehe hier - etwas in Zweifel gezogen werden kann).
Die erreicht er vor allem durch die 3CCD-Technik in Verbindung mit einem LEICA DICOMAR-Objektiv. (Siehe dazu den vorstehende Link und auch hier.)
Das Prinzip sieht so aus:

Zum Aufzeichnen von Video-Aufnahmen wird ein winziger Cassetten-Recorder eingesetzt. Die gesamten Vorteile der Optik kann man aber auch benutzen, um sehr brauchbare Fotos aufzunehmen. Die Fotos werden auf einer SD(HC)-Karte gespeichert. Die Speicherung geschieht in der Art, wie auch Windows sie praktiziert. Deshalb kann man die Karte aus dem Camcorder herausnehmen und bei einem PC in den Kartenleser stecken. Man kann aber auch den Camcorder über USB direkt an den PC anschließen. Danach wird er behandelt wie eine externe Festplatte.
Man hat es also mit folgender Anordnung und den entsprechenden Modulen zu tun:

Das sind mithin die wesentlichen Merkmale eines miniDV-Camcorders, für den Panasonic einen UVP (unverbindlichen Verkaufspreis) von 549.00 Euro veranschlagt.
Jetzt sehen wir uns einmal an, wofür als unverbindlicher Verkaufspreis von Panasonic 450 Euro mehr genannt werden:

- Man läßt das Cassettenlaufwerk weg,
- ändert die Steuerelektronik,
- lenkt jetzt sowohl die Video- wie auch die Foto-Aufnahmen zur SD(HC)-Karte und
- läßt sogar den Farbsucher weg.
Dann nennt man das Ergebnis HDC-SD5EG-S, macht einen Riesenwirbel um das AVCHD-Format (in dem mit diesem Apparat gefilmt wird, mit dem man aber zur Zeit vergleichsweise wenig anfangen kann) und verlangt 450 Euro mehr.
Dafür werden ungefähr 110 Gramm Hardware weniger geliefert (sicherlich das Gewicht des eingesparten miniDV-Laufwerkes und des weggelassenen Suchers) und etwas mehr Software, die in der Programmierung der Elektronik steckt (wahrscheinlich flankiert von einem anderen Prozessor, der etwas mehr leistet).
Sieht man scharf hin, was Interessenten auf jeden Fall nicht unterlassen sollten, staunt man sehr schnell über einige Daten:
Einen
- "3CCD 1/6 Zoll-Sensor" haben beide Camcorder. Aber der
- NV-GS320EG-S verfügt über 3 x 800.000 Pixel "total". Der
- HDC-SD5EG-S verfügt über nur 3 x 560.000 Pixel "total". Und der
- NV-GS320EG-S verfügt über 3 x 540.000 Pixel "effektiv". Der
- HDC-SD5EG-S verfügt über nur 3 x 520.000 Pixel "effektiv".
Das sollte man sich merken, wenn man sich fragt, wie der FullHD-Camcorder auf 1.920 x 1.080 für High Definition-TV kommen will.
FullHD sind eben 1920x1080 = 2.073.600 Pixel. Die muß der "FullHD"-Camcorder aus den "effektiven" Pixeln herausholen.
Damit keine Mißverständnisse entstehen: Für die effektive Auflösung ist allein maßgebend, was ein einzelner CCD-Chip leistet, denn der 3CCD-Camcorder benutzt die drei Chips nur, um drei von einander getrennte Farben zu speichern. Die werden dann später zu einem Bild mit allen Farben zusammengesetzt.
Beim miniDV-Camcorder stehen für ein Bild von 720 x 576 Pixeln, also mit 414.720 Pixeln, "effektiv" 540.000 Pixel zur Verfügung. Auf jedem der drei Chips. Anders ausgedrückt: Je Pixel im Bild steht auch ein Pixel auf dem Chip zur Verfügung.
Ganz anders beim "hochauflösenden" AVCHD-Video. Da fabriziert Panasonic aus jedem Pixel auf den Chips sage und schreibe 3,99 Pixel für das FullHD-Videoformat. Auf dem(den) Chip(s) sind diese Pixel ja nicht da. Beim DV-Format (414.720 Pixel) können die Pixel 1:1 vom Chip in das Video transferiert werden. Da bleiben auf dem Chip sogar 385.280 Pixel (brutto) übrig - oder "netto" 125.280 Pixel. Beim FullHD-Format gibt es nicht 1 Chippixel zu 1 Videopixel, sondern nur 1 Chippixel zu 4 Videopixel.
Wo kommen die 3 Pixel her, die auf dem(den) Chip(s) effektiv nicht vorhanden sind?
Die werden doch im Resultat mitgezählt! - Nun gut, die werden durch moderne Technik herbei gezaubert. Man sieht nicht in hoher Auflösung, was der Chip in niedriger Auflösung sieht, sondern das, was die Elektronik als "Rechenmaschine" daraus macht.
Da werden (vor allem von Interessenten, die ganz "heiß" auf AVCHD, auf FullHD und eben auf was "Besseres" sind, die evtl. auch einen HD-Plasma- oder LCD-Fernseher mit HDMI-Anschluß zu Hause stehen haben) die tollsten Erklärungen geboten.
Allen voran die "Pixelshift"-Zauberei. Keiner kann es wirklich schlüssig erklären, aber alle finden es toll.
Pixelshift wollen wir nicht groß auswalzen. Pixelshift zaubert keine zusätzlichen physikalischen Pixel herbei. Das wurde (per GOOGLE herausgegriffen) z.B. hier bemängelt. Ausgiebig erklärt wurde es jedoch HIER. Allerdings anhand eines professionellen DVCPRO-HD-Camcorders viel höheren Kalibers. Immerhin steht dort Entscheidendes: "Die Ausgabe des optischen CCD-Moduls (von den R-, B- und G-Bildsensoren) wird anschließend in ein digitales elektronisches Signal umgewandelt. Dabei wird die Signalverarbeitungsschaltung zum nächstwichtigen Element bei der Bestimmung der Kameraleistung."
Im Endergebnis: Es wird "konvertiert" und "gerechnet" und am Ende ein Bild "hergestellt", das nicht 1:1 von den CCD-Pixeln kommt, sondern aus DSP's - aus Digital Signal Processoren.
Schalten wir einen Gang zurück: Auf dieser Seite erklärt Panasonic (leider in Englisch) die "drei Schlüssel-Faktoren für Hochqualitäts-Bilder" und stützt sich auf die Faktoren CCD, Linse (Optik, Objektiv) und LSI (Large Scale Integrated-Schaltkreise).
Bei den Linsen wird das LEICA DICOMAR betont, das haben die beiden obigen Camcorder gemeinsam.
Dann wird auch auf O.I.S. verwiesen, wobei Advanced OIS, OIS und MEGA OIS genannt werden. Leider jedoch ohne besondere Erklärung speziell für "Advanced OIS", das bei dem Modell HDC-SD5EG-S zum Einsatz gelangen soll. Aus anderen Quellen ist bekannt, dass nur der Gyroscope-Sensor häufiger abgefragt wird (etwa 4.000 mal statt 400 mal, was kaum etwas bringen kann, denn es gibt nur 50 Belichtungssituationen).
.JPG)
Was "OIS plus" ist...

...wird nirgendwo gut auffindbar erläutert. Quasi nebenbei ließ sich dieses entdecken:

Doch ob es wirkt? - Beim O.I.S. des NV-GS320EG-S war leicht festzustellen, dass die Bildstabilisierung nur unzureichend arbeitete. Gleichwohl wurde zu ihr ebenfalls das Blaue vom Himmel herab versprochen.
Stolz ist man auch auf die "Crystal Engine", die ebenfalls beim HDC-SD5EG-S wie auch beim NV-GS320EG-S arbeitet.
Man kann sich bei Panasonic als "Normal-User" dumm und dämlich suchen, um zu "pixel shift" Genaueres zu erfahren... - In einem Prospekt zu einem teuren AG-DVC30-MiniDV-Camcorder findet sich lediglich unter den technischen Daten eine Angabe:
"Picture Elements: Total: 470,000 pixels
Effective: 440,000 pixels (horizontal pixel shift system)"
CANON (USA) erklärt "pixel shift" so:
"With the light coming into the camcorder split into three color components, each of the three CCDs then handles one of three primary colors: Red, Green and Blue. The green component of a video signal contains 60% of the picture detail, and the red and blue components only 40%. The green CCD in the GL2 is shifted the equivalent distance of 1/2 pixel from the red and blue CCD. The green signal is then sampled more frequently to extract the maximum picture detail from the video signal.
In addition to outstanding clarity and natural color, Pixel Shift provides wider dynamic range, reduced vertical smear from bright light sources and sharper still images."
Mit anderen Worten: Das Bild wird aus wenigen Informationen zu wesentlich mehr Informationen hochgerechnet, nicht jedoch abge"bild"et.
Bei strauss-online.de kann man eine gewisse Erklärung finden (unter Bezug auf JVC und eine DigiCam, was aber nur andeutet, dass sie alle - Canon, Panasonic, JVC und andere - mit gleichem Wasser kochen). Panasonic scheint immerhin besonders eifrig bei der Produktion von Zusatzpixeln im Verhältnis 1:4 zu sein.
Bei Panasonic war endlich etwas zu finden, das aber auch nicht zum Gelben vom Ei führte: Hier.
Damit wären wir konkret wieder beim eigentlichen Thema.
Wir wollen gar nicht erst fragen, warum man für anspruchsvolle Videografen besonders stolz auf CCD-Chips ist, die mit der Anzahl ihrer echten Pixel der vollen Auflösung von FullHD (1920 x 1080 Pixel) entsprechen.
Wer sich nun einen Vergleich der Daten für die beiden Camcorder ansehen will, kann sich diese Grafik betrachten, die in einem neuen Fenster geöffnet wird.
Panasonic lobt auf dieser Webseite (Stand 16.09.2007 - 01:40 h) seinen durch Amputationen entstandenen Winzling vollmundig und in schlechtem Deutsch:
"
Full HD-Camcorder HDC-SD5
Der HDC-SD5 nimmt Full HD-Videos mit 1920 x 1080 Pixel auf SD Speicherkarten auf. Für kristallklare, brillante Aufnahmen sorgen das 3CCD Kamerasystem und das Leica Objektiv mit optischem Bildstabilisator (OIS plus). Er ist der weltweit kleinste und leichteste 3CCD Full-HD Camcorder (Stand: Juli 2007). Dank der Aufnahme auf SD Speicherkarte ist er absolut unempfindlich gegen Schockeinwirkungen. Kompaktheit gepaart mit Robustheit machen ihn zu einem perfekten ständigen Begleiter.
Neu ist auch die USB Host Funktion, welche die Datenspeicherung und Wiedergabe deutlich verbessert. Bei Einsatz des DVD-Brenners VW BN1 können Aufnahmen im AVCHD Format kopiert oder wiedergegeben werden. Mit Panasonic ist es so ein Leichtes, High Definition Videos im großen Stil auf entsprechenden Flat-TVs zu genießen.
"
Damit mag man kleine Leute mit wenig Dampf unter der Haube beeindrucken oder eher verwirren. Für jemanden, der genau hinsieht und sich ein wenig in moderner Technik auskennt, erschließt sich mühelos, dass hier vor allem für viel Geld "software in silicon" verkauft wird, die nur mit altbekannten Modulen aus den Panasonic-Modellbaukasten-Schubladen verbandelt wird.
Unter dem Strich müßte der HDC-SD5EG-S wesentlich billiger sein als der NV-GS320EG-S, weil die Produktion wohl wesentlich preisgünstiger stattfinden kann. Ahnen mag man jetzt schon, wie riesig der Preisverfall bei diesem Modell sein mag. Wahrscheinlich wird man durch schnelle Produktionszyklen vermeiden, dass die Preise völlig absaufen, denn ehe ein Modell total in den Keller rutscht, ist dann ja schon ein neues da, das zu hohen Preisen in Augen und Ohren gelobt werden kann.
Die Fahnenschwenker mögen nun aufmarschieren und abzählen, was an dem "Problemkind" alles anders oder mehr vorhanden ist: Fade in/out (in der Tat als Merkmal genannt!!!), Farbbalken-Testbild, Zebramuster-Überlichtungswarnung, Pre-Recording-Funktion, Mikrofonanschluss und... - was noch?
Was nutzt "Pre-Recording" (3 Sekunden, die vor dem Druck auf den Auslöser liegen, werden ebenfalls noch aufgenommen), wenn man den Camcorder nicht sowieso schon auf das Motiv gerichtet hatte? Was hilft ein "Farbbalken-Testbild" oder eine "Zebramuster-Überlichtungswarnung" (steht da!) einem Videoten? Versierte Videofilmer lächeln nur darüber. Zumindest ist dieses allein für sie kein besonderer Grund, sich von einem gut funktionierenden Gerät zu trennen und sich für viel Geld diesen Zwerg anzuschaffen.
Was soll dieses "Er ist der weltweit kleinste und leichteste 3CCD Full-HD Camcorder" eigentlich bedeuten? Ging es den Konstrukteuren darum, einen Weltrekord aufzustellen, dessen Nutzen in der Hand von privaten Konsumenten eher fragwürdig ausfällt?
Vielleicht liegt der Sinn dieses Dingsda ganz woanders, nämlich darin, seine Käufer sich als etwas ganz Besonderes fühlen zu lassen:
- Sie haben besonders viel Geld ausgegeben;
- sie haben besonders wenig dafür bekommen;
- sie filmen in einem besonderen Format, das bei weiten noch kein Standard ist und auch nicht jeder bei sich zu Hause hat;
- sie haben erst einmal zeitraubende Probleme beim Videoschnitt und viele Unsicherheiten;
- sie haben ein fortschrittliches, aber noch stark in Entwicklung befindliches Speichermedium und
- sie dürfen mit der ständigen Hoffnung leben, dass irgendwann alles besser wird.
Grund zu der Annahme, dass sie ihr Gerät bald zum alten Eisen geben können, haben sie jetzt schon:

So sieht der Grund aus. Er paßt auf keinen Fall in Geräte, die zwar SDHC "können", jedoch auf maximal 4 GB begrenzt sind.
Weiß jemand, wieviele Gigabyte auf der SDHC-Karte der HDC-SD5EG-S zu schlucken fähig und gewillt ist?
Irgendwann werden wir es wissen. Für den Vorgänger HDC-SD1EG-S jedenfalls liegt die Latte sehr tief:
SD-Speicherkarte:
256 MB, 512 MB, 1 GB, 2 GB (FAT12 und FAT16 kompatibel)
SDHC-Speicherkarte:
4 GB (FAT32 kompatibel)
Aber der gehört sowieso schon zum alten Eisen... - Und der SDR-S150EG-S?
Der hört auch bei "SDHC-Speicherkarte: 4 GB (Maximal)" auf.
Vielleicht bleibt es eine Weile dabei, bis etwaige Überhitzungsprobleme bei den "Camcordern ohne bewegte Teile" behoben sind.
Schon beim SDR-S150EG-S warnte Panasonic: "Wenn der SD Camcorder für längere Zeit ununterbrochen verwendet wird oder bei hoher Umgebungstemperatur verwendet wird, könnten rote, blaue, grüne oder weiße Bildpunkte auf dem Monitor und auf dem aufgenommenen Standbild erscheinen. Das hängt mit dem Temperaturanstieg im Gehäuse zusammen. Dies ist keine Fehlfunktion. In diesem Fall, schalten Sie den SD Camcorder ab, und warten Sie eine Weile." (Anmerkung: "Dies ist keine Fehlfunktion." - Nein? - Ist es vielleicht nur eine "Fehl"konstruktion, die zu derartigen Problemen führt?)
Zum Model HDC-SD1EG-S hieß es: "Während eines längeren Gebrauchs erhitzen sich die Oberfläche des Gerätes und die SD-Karte leicht. Dies ist normal und stellt keine Fehlfunktion dar." Ferner: "Wenn Sie dieses Gerät über einen längeren Zeitraum verwenden, entwickelt sich im Inneren Hitze, was zu einer Fehlfunktion führen kann." Bei diesem Modell hatte Panasonic aber schon vorsichtshalber einen Lüfter eingebaut. Dazu: "Der Lüfter verhindert eine Überhitzung im Geräteinneren. Verdecken Sie während der Verwendung des Gerätes nicht den Ein- und Auslass."
Ist doch komisch: Im einen Fall ist die Folge von "Temperaturanstieg" keine Fehlfunktion. Im anderen Fall wird die Folge von "Hitze" als eine "Fehlfunktion" zugegeben.
Wenn also jetzt 16GB- und 32GB-SDHC-Karten angekündigt werden, mag sich das Temperaturproblem mit deren Verfügbarkeit und Einsatz noch verschärfen. Nicht vergessen sollte man auch, dass von den Chips der Steuerungs- und Verarbeitungselektronik immer höhere Leistungen verlangt werden, die auch zu höheren thermischen Belastungen führen.
- Da sind gerade die "Weltrekord"-winzigen Gehäuse ein wahrhafter Engpaß!
Soll dieser "Spaß" so weitergehen?
- Oder kehrt wegen der Unzulänglichkeiten die "Vernunft" wieder zurück zu geräumigeren Gehäusen mit weniger innerem Gedränge, mit besserer Luft- und Wärmeverteilung, mit besserer Handlichkeit und auch besser zugänglichen außenliegenden Anschlußmöglichkeiten?
Nachdenklich mag man werden, wenn man sieht, was (umgerechnet) für 900 Dollar in den USA zu haben ist:

Es handelt sich da um einen miniDV-Camcorder, der eher mit dem GS320 zu vergleichen ist. Doch wenn man bedenkt, was in diesem Fall alles an Material in das Produkt eingeflossen ist (ungeachtet der beachtlichen Hohlräume bei dem Gerät wiegt es 2 kg, also fast fünfmal so viel wie ein SD5, und verfügt über eine Menge von außen bequem zugänglicher Einstellmöglichkeiten), mag man schon sehr in Gedanken darüber verfallen, was für Preise bei uns "abgegriffen" werden.
Probleme mit "Hitze" dürfte es im AG-DVC20-Camcorder wohl nicht geben.
___________
Die Grundlage zu den Grafiken wurde den
entsprechenden Anbieterseiten entlehnt.
___________
Und nun:
Schon diesen Camcorder gesehen?

Er ist schon für weniger als 400 Euro zu haben. Er kann also rund 600 Euro weniger kosten als die AVCHD-Camcorder von Panasonic.
Oder anders:
Für den Preis von einem einzigen HDC-SD5EG-S kann man 2 (zwei) HDD/SD-Camcorder des Modells SDR-H20EG-S bekommen. Und noch Geld übrig haben.
Wer auf das protzige HDTV-Format keinen Wert legt und sowohl mühelos wie auch schnell und bequem ans Ziel einer fertigen DVD gelangen möchte, ist mit diesem Modell gut bedient.
Das kann so aussehen:
Man nimmt bei Aufnahme auf SD(HC)-Karte die Karte aus dem Camcorder, steckt sie in den passenden Slot beim PC, überspielt die Dateien auf eine Festplatte, startet ein Videoschnitt-Programm wie z.B. MAGIX Video Deluxe, schneidet ein Video, wählt einen Menü-Stil aus und rendert auf "smarte" Weise wie im Fluge eine DVD. "Smart" heißt: Nur wo am Original-Material von der SD-Karte etwas verändert wurde, wird neu für die DVD gerendert. Alles andere wird als Kopie übernommen.
Mit AVCHD ist das so einfach zur Zeit (und wohl auch für eine ungewisse Zukunft) noch nicht möglich. Da muß erst mächtige neue Hardware her, und die Programme müssen völlig neu gestaltet werden - mit einem völlig anderen (nativen) Handling von Rohmaterial und Verarbeitung.
Mit dem SDR-H20EG-S bleibt man im gewohnten Format, das bereits dem Standard-Format für DVDs entspricht.
Aber ist das nicht seltsam:
Im HDD/SD-"Hybrid"-Modell von Panasonic für so wenig Geld steckt sogar noch eine 30GB-Festplatte drin.
Aber ebenso wie bei den teuren Modellen gibt es keinen Sucher mehr, sondern nur noch das Display. Einen Zubehör-Schuh (beispielsweise für eine Akku-Leuchte) sucht man auch vergebens.
Und einen Schulterriemen kann man ebenso wenig befestigen wie beim GS320EG (wogegen es beim GS180EG noch geht).
Was denkt sich Panasonic eigentlich, wenn man dort neue Modelle entwirft?
Wieviel man den Konsumenten noch zumuten kann, damit der Profit für den Hersteller noch höher und höher steigt?
Zeigen wir einmal den DV-Camcorder, den teuren AVCHD-Camcorder und den günstigen HDD/SD-Camcorder:

Die beiden vorderen mit dem hochgepriesenen LEICA-Dicomar-Objektiv. Und beide mit der ebenfalls hochgepriesenen optischen Bildstabilisierung. Das macht einen Camcorder natürlich wertvoll und deshalb auch teuer.
ABER:
Die Panasonic-Objektive im H20 und GS180 liefern ebenfalls hervorragende Bilder. Im GS180 bietet das Panasonic-Objektiv nur einen optischen Zoom von 10-fach wie die LEICA-Objektive.
Im H20 jedoch kann das Panasonic-Objektiv bis zu 32-fach zoomen.
Erinnern wir uns: Der SD5 verfügt über 520.000 Pixel "effektiv" für "Full HD" mit immerhin 2.073.600 Pixeln. Brutto stehen ihm 800.000 Pixel zur Verfügung. Der H20 verfügt ebenfalls brutto über 800.000 Pixel. Er hat für sein MPEG2-Format von 405.504 Pixeln diese auch effektiv zur Verfügung.
Die Pointe ist aber eine andere:
Der SDR-H20EG-S HDD/SD-"Hybrid"-Camcorder arbeitet mit optischer Bildstabilisierung (O.I.S.).
Ehrenwort...
Und wieder eine neue Runde bei und von Panasonic:
Weltweit hat Panasonic laut die Glocken geläutet. Sie dröhnen
NEU! - NEU! - NEU! - NEU! - NEU! - NEU! - NEU! - NEU! und nochmals NEU !!!
Was man aber vorfindet, ist wieder einmal ein neu zusammengeräumtes Puzzle aus Panasonics Modul-Baukasten-System.
Alles oder zumindest einiges mal wieder etwas anders variiert zusammengesteckt - und schon hat man Grund, das Wörtchen NEU! zu posaunen.
Ein wenig überzeugend ist vielleicht dieses Modell:

Bis zu 1 1/2 Meter Tiefe kann man damit auch seine Goldfische im Aquarium porträtieren.
Der NV-GS330 dagegen scheint sich als ein nur rein äußerlich umgefärbtes Modell NV-GS320 zu entpuppen. Ansonsten lesen sich die Spezifikationen nur wie ein "schon gehabt". Mehr nicht.
Dem "Full HD" hat Panasonic jetzt ein Hybrid-Modell (HDC-HS9) beigesellt, das nicht nur wie die "neue" SD9 auf SD-Karten aufnehmen kann, sondern auch auf einer Festplatte. Na, wer sagt's denn... - kommt jetzt nur noch auf den Preis an. Denn wie beim SDR-H20 (für das Standard 4:3-Format), den ich mir gerade zugelegt habe, bietet sich damit die Chance, auf SD-Karten zu filmen. Die kann man schnell entnehmen und beim PC einstecken, um deren Inhalt auf den PC zu kopieren. Doch sollten unterwegs mal die Karten ausgehen, bleibt die Festplatte als Reserve hoch willkommen. Ansonsten weniger (und immer noch bleibt das Rätsel, was bei SD-Karten-Aufnahmen da leise vor sich hin surrt... - läuft da etwa die Festplatte die ganze Zeit mit???).
Immerhin geht der Trend deutlich zum "Solid State"-Speicher für Videos.
Denn CANON hat gerade ebenfalls ein Salve voller Neuigkeiten abgefeuert. Sogar einen Hybrid-Camcorder für das "klassiche" 4:3-Format hat CANON als brandneues Modell herausgebracht.
Totgesagtes lebt eben länger als man oft glaubt.
von spiralen
in Konsument
um
00:00
| Kommentare (0)
| Trackbacks (0)